Psychologen haben doch keine Ahnung vom richtigen Leben.

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Der Sechzehnjährige hat seine mittlere Reife gemacht und weiß nicht, was er werden will. “Mach eine Banklehre,” sagt der Vater, “das schadet nie.” Das tut der Sohn. Nach der Banklehre verbringt der Mann einige Jahre damit, seine berufliche Aufgabe zu suchen. Nacheinander ist er Computer-Operator bei IBM, arbeitet er als freier Werbetexter und als Versicherungsvertreter.

Da kommt er, mittlerweile fünfundzwanzig Jahre alt, durch mehrere Zufälle auf die Idee, Psychologie zu studieren. Doch er hat kein Abitur. Das muss er erst nachholen. In zweieinhalb mühevollen Jahren Jahren übersetzt er noch einmal Caesar’s Gallischen Krieg und plagt sich mit der Infinitesimalrechnung.

Das Abitur in der Tasche, stellt er fest, dass er noch mindestens ein Jahr auf einen Studienplatz in Psychologie zu warten hat. So beschließt dieser junge Mann, nach Israel zu gehen, denn dort ist es warm. Im Kibbuz pflückt er Orangen, füttert Hühner und baut Holzhäuser, bis ihn dort die Nachricht vom Studienplatz in Psychologie erreicht.

Da das Studium ihn unterfordert, absolviert er parallel drei Therapieausbildungen (systemisches Arbeiten, Hypnotherapie nach M. Erickson sowie die körperorientierte HAKOMI-Methode. )Auf diesem Hintergrund kann er nach dem Diplom eine Praxis eröffnen (nur mit dem Studium hätte er sich dazu nicht in der Lage gesehen.)

Danach ist er mehrere Jahre freier Mitarbeiter bei zwei Unternehmungsberatungen (Comteam, Janus). Mit Kollegen gründet und leitet er zwanzig Jahre lang ein erfolgreiches Ausbildungsinstitut für Persönlichkeitstrainings, das HAKOMI-Institute of Europe.

Die Prinzipien dieser Arbeit: Innere Achtsamkeit, Gewaltlosigkeit, Körper/Geist-Einheit, Organizität, sowie die persönliche Auseinandersetzung mit östlichen Religionen prägen, neben den westlichen Ausbildungen, entscheidend seinen Arbeitsstil.

Der junge Mann von damals – Sie haben es längst erraten – bin ich.

Seit 1985 bin ich als Führungskräftetrainer und Coach tätig.








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