Unser Erleben ist organisiert durch Gewohnheiten, d.h. Routinen im Denken, Fühlen und Handeln. Diese Gewohnheiten laufen außerhalb unseres Bewusstseins ab. Um diese zu ändern, muss mann sich diese Gewohnheiten erst bewusst machen.
Das ist nicht einfach. Versuchen Sie zu beschreiben, wie Sie von einem Stuhl aufstehen. Sie merken, dass Sie das nicht beschreiben können. Obwohl Sie es tun können.
Unsere Verhaltensgewohnheiten sind um Glaubenssätze herum organisiert . Diese Glaubenssätze üben den grössten Einfluss darauf aus, was Sie erleben. Diese Glaubenssätze sind Ihre unbewussten Kernüberzeugungen, darüber, wer Sie sind, wie andere Menschen sind, was das Leben ist – und wie Sie mit all dem umgehen müssen.
Ein Beispiel:
Angenommen, Sie haben den unbewussten Glaubenssatz, dass Sie anderen Menschen nicht trauen können. Fast immer, wenn Sie anderen Menschen begegnen, wird dieser Glaubenssatz aktiv und beeinflusst:
- Ihre Wahrnehmung
Sie achten auf kleinste Hinweise, ob jemand vertrauenswürdig ist oder nicht. - Ihre Interpretation von Ereignissen
So werden Sie vielleicht das zufällige Zu-Spät-Kommen des anderen als Respektlosigkeit oder Test empfinden.
- Ihr Verhalten
So werden Sie wahrscheinlich vorsichtig reagieren, evtl. misstrauisch aussehen und nachfragen, was wiederum auf Ihr Gegenüber wirkt und diesen vielleicht auch vorsichtig reagieren lässt.
Glaubenssätze und Erfahrungen beeinflussen sich gegenseitig. Ihre Glaubenssätze beeinflussen Ihre Erfahrungen. (“Vorgesetzte sind autoritär.”) Ihre Erfahrungen verändern aber selten Ihre Glaubenssätze. (“Mein Chef ist die Ausnahme.”)
Sie können Ihr Erleben und Ihr Verhalten ändern, indem Sie Ihre Glaubenssätze ändern.
Glaubenssätze sind jedoch meist unbewusst. Deshalb können sie nicht einfach hinterfragt werden. Sie sind unbewusst und steuern Ihre Gewohnheiten. Sie sind ungeprüfte Annahmen über die Wirklichkeit. Die meisten dieser Glaubenssätze wurden früh durch die Beziehungserfahrungen im familiären Umfeld gelernt.
Bei der Entstehung dieser Glaubenssätze spielen die Überzeugungen Ihrer Eltern, deren Interaktionsstil und Ihre Geschwisterposition eine zentrale Rolle. Durch schwierige Situationen im weiteren Leben können diese Überzeugungen gemindert oder verstärkt werden. Aus Ihren Glaubenssätzen heraus haben Sie Strategien entwickelt, was im Beruf und im Leben zu vermeiden. Und wie Sie sich am besten verhalten müssen.
In meinen Seminaren geht es darum, jene Gewohnheiten, die Sie bei der Erreichung Ihrer Ziele hindern, genauer kennenzulernen (siehe Achtsamkeit) und die dahinter liegenden Glaubenssätze bewusst zu machen.
Dieser Ansatz basiert auch auf den neuesten Erkenntnissen der Neurobiologie.
Viele Seminare versprechen, dass man in zwei Tagen wichtige Softskills lernen könne. Ich bezweifle das. Sehen Sie hier ein Video über die Gründe.

